Wienerberger-Aktie: Kurs, Prognose, Kursziele & News

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- Börse am Morgen: SAP, Wienerberger, Euro, Öl und Konjunkturdaten - Nord/LB4investors
- Baustoffkonzern Wienerberger kappt erneut die PrognoseReuters Deutschland
Wienerberger ist ein Wiener Bau- und Infrastrukturkonzern, der unter anderem Lösungen für Gebäudehüllen, Rohrsysteme und Flächenbefestigungen anbietet. Die Aktie steht nach einer erneut gekappten Prognose unter Druck, konnte am 19. Oktober 2026 aber leicht um 0,12 % auf 16,10 € zulegen.
- Die Wienerberger-Aktie hat seit Jahresbeginn 44,8 % verloren und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 15,28 €.
- Der Umsatz stieg 2025 auf 4,6 Mrd. €, der Nettogewinn erreichte 0,2 Mrd. € und die EBIT-Marge 7,5 %.
- Für 2026 sind 0,95 € Dividende ausgewiesen, entsprechend einer Dividendenrendite von 5,9 %.
Kursverlauf der Wienerberger-Aktie
Schlusskurse in Euro (Tradegate).
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Kursziele und Einschätzungen der Analysten
Jüngste Einschätzung je Bank laut Medienberichten; Konsens der Analysten. Kursziele sind Meinungen der Banken, keine Prognose von Depot Navigator.
Umsatz, Gewinn und Kennzahlen
Geschäftsjahre laut Konzernabschluss.
Dividende der Wienerberger-Aktie
Dividende je Aktie nach Zahltag. Quelle: Angaben der Unternehmen.
Eine kleine Erholung in einem schwer beschädigten Chart
Das Tagesplus von 0,12 % wirkt unspektakulär, steht aber in einem auffälligen Kontrast zur jüngeren Erholung: Auf Wochensicht gewann die Aktie 4,7 %. Eine echte Trendwende lässt sich daraus noch nicht ableiten. Über einen Monat beträgt das Minus 7,8 %, seit Jahresbeginn sogar 44,8 %.
Der Schlusskurs von 16,10 € liegt deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 29,94 € und nahe am Tief von 15,28 €. Auch die längeren Zeiträume bleiben schwach: Auf ein Jahr verlor die Aktie 36,2 %, über drei Jahre 22,7 % und über fünf Jahre 39,0 %. Der Marktwert ist auf 1,8 Mrd. € gesunken.
Mehr Umsatz, aber der Gewinn bleibt der entscheidende Engpass
Die Geschäftszahlen erklären, warum die Börse trotz stabilisierter Erlöse vorsichtig bleibt. Nach 5,0 Mrd. € Umsatz im Jahr 2022 sank der Wert 2023 auf 4,2 Mrd. €. Danach folgte eine Erholung auf 4,5 Mrd. € im Jahr 2024 und 4,6 Mrd. € im Jahr 2025.
Beim Nettogewinn fällt das Bild schwächer aus. Aus 0,6 Mrd. € im Jahr 2022 wurden 0,3 Mrd. € im Jahr 2023 und 0,1 Mrd. € im Jahr 2024. Für 2025 stehen 0,2 Mrd. € zu Buche. Die EBIT-Marge von 7,5 % und ein KGV von 28,8 zeigen, dass eine nachhaltige Ergebnisverbesserung für die weitere Bewertung wichtig bleibt.
Bulle gegen Bär
▲ Was für die Aktie spricht
- Der Umsatz stieg 2025 auf 4,6 Mrd. € und setzte damit die Erholung nach 2023 fort.
- Der Nettogewinn verdoppelte sich 2025 gegenüber 2024 von 0,1 auf 0,2 Mrd. €.
- Die Dividende wurde für 2025 auf 0,95 € erhöht und liegt 2026 ebenfalls bei 0,95 €.
- Die Aktie gewann binnen einer Woche 4,7 %, obwohl die Prognosesenkung die Nachrichtenlage belastet.
▼ Was gegen die Aktie spricht
- Seit Jahresbeginn hat die Wienerberger-Aktie 44,8 % an Wert verloren.
- Der Kurs von 16,10 € liegt näher am 52-Wochen-Tief von 15,28 € als am Hoch von 29,94 €.
- Wienerberger hat die Prognose erneut gekappt, während Jefferies eine Erholung erst ab 2027 erwartet.
- Der Nettogewinn von 0,2 Mrd. € im Jahr 2025 liegt deutlich unter den 0,6 Mrd. € aus 2022.
Worauf es jetzt ankommt
Entscheidend ist nun, ob Wienerberger nach der erneuten Prognosesenkung Vertrauen zurückgewinnt. Der wichtigste Gradmesser ist die Entwicklung des operativen Ergebnisses: Steigende Umsätze allein reichen nicht, wenn Gewinn und Marge hinterherlaufen.
Zusätzlich bleibt die Baukonjunktur bestimmend, da das Geschäft empfindlich auf Investitionen in Neubau, Renovierung und Infrastruktur reagiert. Chancen aus einem möglichen Wiederaufbau der Ukraine stehen dabei dem kurzfristigen Prognosedruck gegenüber. Auch das Kursverhalten rund um das 52-Wochen-Tief von 15,28 € verdient Aufmerksamkeit.
Wienerberger im Vergleich
| Aktie | 1 Jahr | 5 Jahre | KGV | Div.-Rendite |
|---|---|---|---|---|
| Wienerberger | −36,2 % | −38 % | 28,8 | 5,9 % |
| Vonovia | −36,3 % | −52 % | 3,8 | 7,4 % |
| BASF | +25,5 % | +12 % | 21,9 | 4,2 % |
Kursentwicklung in Euro.
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Weitere Aktien im Fokus
Begriffe kurz erklärt
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)DividendenrenditeKurszielMarktwert (Marktkapitalisierung)Free CashflowBeta-Faktor
Häufige Fragen zur Wienerberger-Aktie
Was ist heute los mit der Wienerberger-Aktie?
Die Aktie schloss am 19. Oktober 2026 bei 16,10 € und legte um 0,12 % zu. Im Mittelpunkt steht die erneut gekappte Prognose, während der Kurs auf Wochensicht 4,7 % gewonnen hat.
Warum fällt die Wienerberger-Aktie?
Die wiederholte Prognosesenkung und die schwache Gewinnentwicklung belasten das Vertrauen. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 44,8 %, auf ein Jahr gesehen sind es 36,2 %.
Welches Kursziel sehen Analysten für Wienerberger?
Der Analystenkonsens fällt zurückhaltend aus: Eine Stimme lautet starker Kauf, eine Kaufen, fünf Halten und zwei Verkaufen. Damit überwiegen bei insgesamt neun Einschätzungen die neutralen und skeptischen Urteile.
Wie viel Dividende zahlt Wienerberger?
Für 2026 sind 0,95 € je Aktie ausgewiesen, genauso viel wie 2025. Beim Kurs von 16,10 € entspricht das einer Dividendenrendite von 5,9 %.
Hat die Wienerberger-Aktie Zukunft?
Wienerberger bedient langfristig relevante Bereiche wie Renovierung, Wasserinfrastruktur und Gebäudehüllen. Für die Aktie kommt es jedoch darauf an, ob aus 4,6 Mrd. € Umsatz wieder dauerhaft höhere Gewinne als die 0,2 Mrd. € von 2025 entstehen.
Ist die Wienerberger-Aktie jetzt ein Kauf?
Die Bewertung verlangt eine Abwägung zwischen 5,9 % Dividendenrendite, einer möglichen Geschäftserholung und dem hohen Prognoserisiko. Das KGV von 28,8 sowie der Jahresverlust von 44,8 % sprechen dafür, Gewinnentwicklung und operative Signale besonders sorgfältig zu prüfen.
Daten: Börsenkurse, Angaben der Unternehmen und Medienberichte (Stand 19.10.2026, 20:21 Uhr). Die Einordnung entsteht mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis der aktuellen Nachrichtenlage. Keine Anlageberatung. Aktien sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Mehr zur Arbeitsweise unter Redaktion.
